Thursday, March 22, 2007

Schlaflos in Princeton/Plainsboro

Mood: tired -.- .oO (Zzzz…)
Weather: no idea – it's already late…
Eating: nothin' – it's already late…
Drinking: water – it's already late
Listening to: the sound of my keyboard
Location: Chase' kitchen


Die Definition von "Urlaub":
Als "Urlaub" bezeichnet man eine Zeitspanne von mehreren Wochen im Jahr, in denen der Arbeitnehmer berechtigerweise nicht an seinem Arbeitsplatz anzutreffen ist.
Diese Zeitspanne sollte von dem besagten Arbeitnehmer dazu genutzt werden, sich körperlich und seelisch zu regenerieren.
Und NICHT (!!!), um sich – mit voller Absicht – körperlich und seelisch zugrunde zu richten!!!
Nein, ich rede nicht von Sport oder einer Diät oder von Sport UND einer Diät.
(Das sind zwei Dinge, die für Chase und mich schlicht und ergreifend nicht existieren!)
Ich rede von Koffein-Entzug.
Denn ich bin auf die wahnsinnige Idee gekommen, (zumindest in meinem Urlaub) ab 18.00 Uhr keinen Kaffee mehr zu trinken, weil ich früher oder später davon Magenkrämpfe bekam und nachts nicht mehr schlafen konnte.

"Meinst du das ernst?" fragte Chase, als ich ihm am Montag Abend in der Küche von meinem 'Plan' erzählte.
Wir hatten gerade das Abendessen beendet und das Geschirr gespült, und jetzt stand ich mit dem Rücken gegen die Spüle gelehnt, während Chase mir gegenüber mit einer Tasse Kakao in den Händen auf dem Küchentisch hockte und mich anlächelte.
Ich nickte. "Und gleich heute Abend fange ich damit an. Ich werde bis zum Schlafengehen nur noch Wasser, Tee oder Saft trinken."
Ich hatte diese Worte kaum ausgesprochen, als mein Blick zu der Kaffeemaschine hinüber schweifte.
Sie stand auf der Arbeitsplatte in einer Ecke.
Groß.
Knallrot.
Unübersehbar.
Und sie sah aus irgendeinem Grund gehässig aus…
(Kann eine Kaffeemaschine überhaupt gehässig aussehen?!?) Mein Magen begann sehnsüchtig zu ziepen.
Chase folgte meinem Blick.
Er stellte seine Tasse neben sich auf der Tischplatte ab und rutschte von dem Küchentisch herunter.
Im nächsten Moment stand er vor mir, legte seine rechte Hand in meinen Nacken und sah mir tief in die Augen.
"Weißt du, Honey", meinte Chase. "Wenn du dadurch deine Bauchschmerzen und deine Schlaflosigkeit in den Griff bekommst, solltest du das tun. Und ich bin felsenfest davon überzeugt, dass du es schaffst."
Ich war ein bisschen unsicherer als mein Freund. "Ehrlich?"
"Ehrlich!" Chase nickte. "Wenn du etwas wirklich erreichen willst, bist du stur und dickköpfig genug, um es zu kriegen."
Ich konnte mir ein Schmunzeln nicht verkneifen. "Und ich dachte immer, ich sei zu nachgiebig."
Aus Chase' Lächeln wurde ein Grinsen.
Er kam noch ein Stückchen näher und legte seine Wange an meine.
"DAS", flüsterte Chase mir leise ins Ohr. "kommt bei dir auf die jeweilige Situation an… Und vor allen Dingen auch darauf, gegen was oder wen du dich durchsetzen willst…"
Ich spürte, wie sich meine Atmung und mein Herzschlag beschleunigten, ganz besonders, als der Griff von Chase' Hand in meinem Nacken stärker wurde und er sich mit seiner Hüfte an mich drückte.
Mir lief ein Schauer nach dem anderen über den Rücken, in meinem Magen ziepte es stärker als zuvor,… aber das hatte beides überhaupt nichts mehr mit dem Verlangen nach Koffein zu tun…
Und als meine beiden Hände seine Seiten umfassten, um anschließend seinen Rücken hinauf zu gleiten, während ich meine Lippen und auf seine legte, da fragte ich mich: "Wer auf dieser Welt braucht um diese Zeit noch Kaffee?!?"

Jetzt, also vier Tage später, habe ich die Antwort: Ich!
ICH! ICH! ICH!
Denn die Magenkrämpfe und die Schlafstörungen sind geblieben, mit dem kleinen Unterschied, dass sie jetzt nicht mehr durch meinen Kaffeekonsum verursacht werden, sondern durch die Entzugserscheinungen! *stöhn*
Und aus diesem Grund sitze ich jetzt in Chase' Küche, anstatt neben meinem Freund im Bett zu liegen.

Natürlich könnte ich diese Gelegenheit nutzen und von den aktuellen Neuigkeiten im PPTH erzählen.
Aber da Chase und ich Urlaub haben und uns dementsprechend selten im Krankenhaus aufhalten, sind wir nicht auf dem Laufenden.
Wir wissen nur eins mit Sicherheit bzw. aus zuverlässiger Quelle: Die beiden Aushilfen Johnson und Mason, die für uns in der Diagnostischen Abteilung arbeiten, sind eine wandelnde Katastrophe.
Das hat House mir höchstpersönlich erzählt.
Zitat: "Die sind dümmer als zwei Scheiben Toast!"
Na, wer hätte DAS gedacht?

So, ich werde jetzt meinen Labtop ausschalten und ins Schlafzimmer gehen.
Sonst bin ich morgen schon wieder für nichts zu gebrauchen.

Ob ich mir wieder einen kleinen Vorrat an 'Guschln-Tee' kaufen soll...?